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Kreuzfahrt meets Jazz

Mit Luxus-Car und Anhänger voller Musikinstrumente begaben wir uns mit 46 Personen (darunter auch 7 AusnahmemusikerInnen) auf eine Reise, die eine einmalige Kombination aus guter Musik, Kultur und Erholung versprach.

Auftaktsort war Venedig, und vor dem Einschiffen hatten wir die Gelegenheit, diese Stadt mit seinen über 20 000 Booten kennenzulernen. Mit einer Barke ging es zum Markusplatz, wo wir den Dogenpalast unter kundiger Führung besuchten. Beim Ueberqueren der Seufzerbrücke wussten die Teilnehmer, dass vergangene Sorgen sie nicht mehr einholen können.

Es kam der grosse Moment der Einschiffung auf die EUROPEAN VISION, und die Seereise von 4142 km begann. Nachdem jeder von uns genügend Zeit hatte, sich in seiner Kabine einzurichten und kurz die müden Füsse zu strecken, wartete das SCAFUSIA JAZZ ORCHESTRA mit einem Willkommens-Konzert in der Flamengo Bar. Von da an waren die sieben Jazz MusikerInnen aus Schaffhausen ein fester Bestandteil unserer Reise. Täglich gaben sie Konzerte von bis zu 2 Stunden mit immer neuem Repertoire in der Disco Bar, am Poolrand oder auf den oberen Decks. Sie spielten uns mit ihrer Professionalität in eine freie und weltoffene Ferienstimmung, mitten durch das Adriatische und Aegäische Meer und trugen wesentlich dazu bei, dass unsere Reise etwas ganz Besonderes wurde. Die Begeisterung im Publikum, das sich aus 46 Nationen zusammensetzte, konnte sich vor allem beim Schlussbouqet des SCAFUSIA JAZZ ORCHESTRA kaum in Grenzen halten, als sämtliche Tonträger der Band aufgekauft wurden.

Die Freizeitangebote waren schier unausschöpflich. Wir schlenderten mit den Reiseleitern Susan und Marc Sulzberger aus Neuhausen entspannt zu den Landausflügen nach Dubrovnik, Korfu, Santorini, Rhodos, Lindos und Piräus/Athen. Die vielen erklüfteten Inseln um die Perle Santorini waren ein Höhepunkt. Den noch aktiven Vulkan haben viele besucht und die Schwefeldämpfe gerochen. Der Ausflug, der zu einer schwefelhaltigen Quelle führte, wurde mit einem Kopfsprung vom Boot ins Meer gefeiert. Die Stadt Santorini liegt wie ein Schneefeld auf einem 200 m hohen Felsen und im Gegensatz zu Athen gibt es dort in den engen Gässchen keine Motorfahrzeuge. Nur zu Fuss, mit dem Esel oder dem Cabelcar kann man die Stadt erreichen. Die Göttertempel in Lindos und Athen mit Stadtrundfahrt waren die letzten Landbesuche, bevor wir am Freitag um 13 Uhr 30 in See stachen, beinahe unmerklich am Sonntag Morgen um 8 Uhr in Venedig eintrafen und über den tiefverschneiten San Bernardino Pass wohl behalten Schaffhausen erreichten.  

Irena Litschgi